Sonnenschein auf grünem Rasen,
Krokus drinnen blau und blass;
Und zwei Mädchenhände tauchen
Blumen pflückend in das Gras.

Und ein Junge kniet daneben,
Gar ein übermütig Blut,
Und sie schaun sich an und lachen –
O wie kenn ich sie so gut!

Hinter jenen Tannen war es,
Jene Wiese schließt es ein –
Schöne Zeit der Blumensträuße,
Stiller Sommersonnenschein!

(Theodor Storm)

Lyrik gibt Gefühle des Sprechers wieder. Deshalb sind Gedichte über Kinder so selten. Auch hier ist es ein Erwachsener der spricht, aber trotz aller Sentimentalität des Rückblicks, die Bilder zeigen doch eine gegenwärtige Situation. So erleben wir zwei Gefühle mit: das der Kinder im Gras und das des Sprechers, der sich an seine Kindheit zurück erinnert.

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