Die Welt mit ihrem Gram und Glücke
Will ich, ein Pilger, frohbereit
Betreten nur wie eine Brücke
Zu Dir, Herr, übern Strom der Zeit.

Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd,
Um schnöden Sold der Eitelkeit:
Zerschlag mein Saitenspiel, und schauernd
Schweig ich vor Dir in Ewigkeit.

Welt als Brückentechnologie zu Gott. Hölderlins „Saitenspiel“ („wenn auch mein Saitenspiel mich nicht hinab begleitet“) wird schon vor dem Tod aufgegeben für den Fall, dass ihm Buhlen um Weltgunst nachgesagt werden kann. Eine andere Art, das Gedicht um seiner selbst willen heilig zu sprechen.

Als Ratehilfe: Die erste Zeile lautet: O wunderbares, tiefes Schweigen

Auflösung: hier

Den Text habe ich geschrieben, um auf eine Gedichtseite aufmerksam zu machen, die ich jetzt neu hier verlinke.

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