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Die 22-jährige Margarete Exler bittet Gott um Verzeihung für ihre Verse und warnt „Still. Es werden sonst noch mehr.“
Es sind noch mehr geworden, als die 80-jährige die Tage, die ihr noch vergönnt sein werden, als „Liebesangebot“ verstanden sehen will „an diese herrliche ruchlose Welt“.
Gesammelt sind sie in einem Privatdruck „Lyrische Lebensspur“, in dem ich Gedichte finde wie „Judenfriedhof bei Hemsbach“ oder das Sonett „Wenn ich bedenk, was mir mein Leben galt“, das schließt „dann fass‘ ich nicht, was mir den Mut gegeben, so blindlings dieser Stunde zuzuleben.“
Man spürt die Bauform der Shakespeare-Sonette, die die Anglistin der stäker gegliederten in Deutschland üblichen vorzog.
Hier schließe ich fürs erste mit meiner Aufzählung. „Es werden sonst noch mehr.“

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